Weil Flüchtlingsunterkünfte i.d.R. die Mitnahme von Tieren verbieten, viele Ukrainer*innen aber mit ihren Tieren ankommen, rollt eine nicht-humanitäre Katastrophe auf die deutschen Tierheime zu, die sie überfordern wird, wenn der Staat nicht handelt. Auch bei den geflüchteten Familien und ihren Tieren sorgt diese Regelung für zusätzliches Leid durch die Trennung. Der Deutsche Tierschutzbund und seine Landes(tierschutz)verbände gehen heute mit einem Hilfsaufruf an die Öffentlichkeit.
Viele Vögel haben bereits angefangen zu brüten. Die ersten Kröten beginnen mit ihrer gefährlichen Wanderung zu den Laichgebieten. Der Landestierschutzverband appelliert an alle Mitbürger*Innen auf unsere einheimischen Wildtiere Rücksicht zu nehmen und ihnen, wo immer es möglich ist zu helfen.
Zwar hätten wir uns in manchen Bereichen weitreichendere Änderungen gewünscht; trotzdem sind die neuen Regelungen der Tierschutz-Hunde-Verordnung ein Schritt in die richtige Richtung.
Mit Gerhard Käfer (* 25.04.37 - † 28.11.21) ist für Baden-Württemberg ein Pionier im Kampf für mehr Tierschutz gestorben. Der Vorstand des Landestierschutzverbandes, seine Mitglieder der landesweit derzeit 118 Tierschutzvereine und alle, die ihn über seine Tierschutzarbeit kennengelernt haben, trauern mit den Angehörigen.
Über 80 % der in Deutschland verkauften Tiefkühlgänse stammen aus Osteuropa - die Haltungsbedingungen der Tiere sind dort überwiegend tierquälerisch und grausam.
Der Landestierschutzverband warnt vor irreführenden Kennzeichnungen und fordert endlich klare Haltungs- und Kennzeichnungsvorschriften.
In Rottweil wurden jüngst 20 Waschbären im Siedlungsbereich gefangen und getötet. In ganz Baden-Württemberg werden die Kleinbären inzwischen oft gnadenlos verfolgt. Tierfreunde und Tierschützer sind entsetzt und fordern einen tierschutzgerechten Umgang mit den „Neubürgern“.
Viele einheimische Wildtierarten werden erst bei Dämmerung aktiv. Bei Dunkelheit sind sie nahezu unsichtbar, wenn sie die Straßen überqueren. Der Landestierschutzverband appelliert an Autofahrer: „Zum Schutz der Tiere und zu Ihrer eigenen Sicherheit: Fahren Sie vorsichtig und vorausschauend. Verringern Sie Ihre Geschwindigkeit und bleiben Sie bremsbereit.“ Schutzmaßnahmen wie Wildschutzzäune, Querungshilfen und Frühwarnsysteme können Leben retten.
Am 26. September sind Bundestagswahlen und jede Stimme zählt. Wir haben es in der Hand, wie und unter welchen Zielvorstellungen sich unser Land weiterentwickeln und wie ernsthaft das Thema Tierschutz angegangen und umgesetzt wird. Unser Bundesverband, der Deutsche Tierschutzbund e.V., hat die Wahlprogramme von neun Parteien auf ihre tierschutzpolitischen Absichtserklärungen hin geprüft. Jeder, dem Tierschutz und der Umgang mit unseren Mitlebewesen wichtig ist, kann sich hier aktuell informieren: