Mitgliederversammlung des Landestierschutzverbandes Baden-Württemberg 2026

Am 25.April veranstaltete der Landesverband des Deutschen Tierschutzbunds in Baden-Württemberg seine jährliche Jahreshauptversammlung in Reutlingen.
Als Ehrengast stellte Ariane Kari den Anwesenden die vielfältigen Aufgabenbereiche der Landes- beziehungsweise Bundestierschutzbeauftragten vor. Zudem gab sie eine Einführung in das Projekt „Hundekunde“, eine neue Online-Plattform, die derzeit speziell für (angehende) Hundehalter*innen entwickelt wird.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung 2026 informierte der Vorsitzenden Stefan Hitzler in seinem Geschäftsbericht zunächst ausführlich über die Arbeit des Landesverbands im vergangenen Jahr. Ein Schwerpunkt lag auch dieses Mal wieder auf der Jugendarbeit. Die beiden Jugendbeauftragten des Verbands Giesela und Thierry verdeutlichten dies anschaulich in ihrem eigenen Bericht zu den diversen Aktivitäten der Tierschutzjugend im letzten Jahr sowie dem dreitägigen Treffen der jungen Tierschützer in Freiburg, bei dem u.a. auch der Jugendbeauftragter gewählt wurde. Im Anschluss stellte der Schatzmeister Stefan Graf den Kassenbericht vor. Dem darauffolgenden Entlastungsvotum der Kassenprüfer, die die vorgelegten Bilanzen zuvor gemeinsam mit dem Steuerberater ausführlich überprüft hatten, stimmten die anwesenden Mitglieder einstimmig zu.
Ein besonderes Highlight der Veranstaltung waren am Nachmittag Ariane Kari und die Einblicke in ihre spannenden Tätigkeitsfelder. Die zurückgekehrte stellvertretende Landestierschutzbeauftragte führte die Anwesenden zunächst in das neue Projekt „Hundekunde“ ein. Die geplante Online-Plattform hat zum Ziel, Hundehalter*innen umfassende Informationen rund um das Thema Hundehaltung anzubieten und so leicht zugängliches Wissen zu vermitteln. Zudem ist vorgesehen die Möglichkeit einer freiwilligen Sachkundeprüfung zu integrieren. Das neue Portal soll dabei die Absichtserklärung der grün-roten Vorgängerkoalition, einen verpflichtenden Sachkundenachweis für Hundehalter einzuführen, ersetzen. Besonders interessant für die anwesenden Mitglieder war der anschließende Überblick über das Arbeitsfeld von Frau Kari in ihrer früheren Funktion als Bundestierschutzbeauftragte. In ihrem Amt hatte Ariane Kari auf Bundesebene nicht nur zahlreiche Stellungnahmen verfasst, sondern auch viele Projekte begleitet oder auf den Weg gebracht, die den Tierschutz einen großen Schritt weiterbringen könnten: allen voran die umfassende und schon lange überfällige Novellierung des Tierschutzgesetzes.
Aber auch auf Landesebene hat die 2012 erstmals eingeführte - und bisher fachlich und politisch unabhängige - Stabsstelle der Landestierschutzbeauftragten (SLT) inzwischen viel erreicht und ist für eine breite Öffentlichkeit zu einer unverzichtbaren Anlaufstelle für Tierschutzfragen geworden. So setzt sich die SLT schon seit Jahren engagiert und erfolgreich für die Einführung von kommunalen Katzenschutzverordnungen ein, hat zur Aufklärung zum Thema „Qualzucht“ die eigene Kampagne „Frei Schnauze -erkenne Qualzucht“ initiiert, fördert die Tierschutzbildung aktiv und bietet darüber hinaus regelmäßig eigene Fortbildungsveranstaltungen zu Tierschutzthemen an.
Hintergrund
Als Dachverband von 121 Tierschutzvereinen mit insgesamt 70 angeschlossenen Tierheimen und fast 50.000 Mitgliedern im Land ist der Landestierschutzverband Baden-Württemberg die mitgliederstärkste Tierschutzorganisationen im Land. Der Dachverband sieht seine Hauptaufgaben unter anderem darin, seine Mitgliedsvereine aktiv zu unterstützen, die Öffentlichkeit zu aktuellen Tierschutzthemen zu informieren, den Tierschutz auf politischer Ebene voranzubringen sowie auch Mitbürger*Innen in Tierschutzfragen kompetent zu beraten. Er ist einer der drei anerkannten Verbände nach dem Tierschutzmitwirkungsrecht BW, sowie Gründungsmitglied im Landesbeirat für Tierschutz im Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat.
