Katzenkastrationsprojekt des Landesverbandes

Kastrationsprojekt des Landestierschutzverbandes

2021

Auch in diesem Jahr werden die Tierschutzvereine wieder bei der Kastration freilebender Katzen unterstützt. Diesmal jedoch wieder mit dem ursprünglichen Projekt-Förderbetrag von bis zu 1.000 € pro Tierschutzverein. Die Begründung für diese Änderung ist ganz einfach: Die finanziellen Mittel des Landestierschutzverbandes sind begrenzt! Um zu gewährleisten, dass das „Kastrationsprojekt“ auch in den kommenden Jahren wie gewohnt fortgeführt werden kann, musste der Landesverband diese Entscheidung treffen.
Die formalen Kriterien und Fristen, die zu erfüllen sind, um den Förderbetrag zu erhalten, können in der Geschäftsstelle des Landesverbandes erfragt werden.
Wir verweisen auf unseren Eintrag für das Jahr 2020 und bitten alle die mithelfen wollen, die Forderung der Tierschützer nach flächendeckenden Katzenschutzverordnungen auch in Ihrer Stadt oder Gemeinde zur Sprache zu bringen!

 

2020

Im vergangenen Jahr unterstützten wir die Tierschutzvereine in Baden-Württemberg wieder mit einem Förderbetrag von bis zu 1.500 € pro Verein bei der Kastration freilebender, verwilderter Katzen. Die ausbezahlten Zuschüsse haben einen noch nie da gewesenen Höchststand erreicht! Insgesamt 95 Tierschutzvereine haben Zuschüsse beantragt und erhielten über unser Katzenkastrationsprojekt insgesamt € 130.000 für belegte Kastrationen freilebender Katzen. Mit diesem Geld wurden 800 Kater und 900 Kätzinnen kastriert.
Das Katzenkastrationsprojekt des Landestierschutzverbandes wurde wieder mitgetragen durch das MLR (Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz B.W.) und unseren Dachverband, den Deutschen Tierschutzbund e.V. Weil wir keinen der fristgerecht und vollständig eingereichten Zuschussanträge ablehnen wollten, trug der Landestierschutzverband mit 90.000 € den Löwenanteil der Ausgaben. Diese Summe birgt für uns zwei Erkenntnisse:

  • Wir sind für das kommende Jahr leider gezwungen, den max. Förderbetrag je Verein um 1/3 zu reduzieren, einen solchen Ansturm hält unsere Kasse langfristig nicht aus!
  • Die Gemeinden müssen schneller und flächendeckend Katzenschutzverordnungen erlassen! Wir sehen mit unserem Kastrationsprojekt nur die Spitze des Eisberges, die wahren Kosten der Tierschutzvereine und die Menge der noch immer unkastrierten, freilebenden Katzen sind viel, viel höher!

 

2016 - 2019

Seit 2016 erhalten wir Unterstützung von Landesseite! Das Engagement des Landestierschutzverbandes und des Deutschen Tierschutzbundes in den Jahren 2012 – 2015 wurde vom Baden-Württembergischen Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) nicht nur gesehen und für gut befunden, sondern auch dort sind die Problematik und der Handlungsbedarf bekannt. Umso mehr haben wir uns gefreut, als wir aus dem MLR die Zusage zur finanziellen Unterstützung des Projektes auch von Landesseite ab dem Jahr 2016 erhielten.
Dadurch konnten wir den möglichen Zuschuss je Verein auf bis zu 1.500,- € anheben – und bis auf wenige, eher kleine Tierschutzvereine, konnten die meisten Vereine auch diese Summe voll ausschöpfen.

Obwohl die Thematik der freilebenden Katzen in Baden Württemberg nicht so offensichtlich ist wie die der vielerorts herumlaufenden Katzen in südlichen Ländern, wird doch jedem, der sich mit der Situation befasst sehr schnell klar, dass auch bei uns ein sehr großer Handlungsbedarf besteht. Vermutlich ist der Hauptgrund, dass es bei uns bislang zu keiner „Eskalation“ der Katzensituation kam die Tatsache, dass engagierte Tierschützer seit vielen Jahren Futterstellen für die Tiere betreuen und um den Katzenbestand nicht ausufern zu lassen, die Tierschutzvereine engagiert Tiere kastrieren - finanziert zu größten Teilen über private Spenden, die sie erhalten..
Inzwischen war unser Kastrationsprojekt bei den Tierschutzvereinen so bekannt geworden, dass die beantragten Zuschüsse das für 2016 geplante Gesamtbudget bei weitem überstiegen. Da uns das Projekt aber eine echte Herzensangelegenheit ist, ermöglichte der Landestierschutzverband für 2016 zusätzliche Gelder und wir fassten den Beschluss, mit dem Thema vermehrt an die Öffentlichkeit zu gehen. Zum einen um das Bewusstsein für die Situation der freilebenden Katzen in der Bevölkerung zu stärken, aber natürlich auch um Spendengelder für die dringend benötigte Unterstützung der Tierschutzvereine zu akquirieren.Dies wurde 2017 mit einem sehr erfolgreichen, bislang aber leider einmaligen Projekt realisiert, bei welchem Tierfreunde in ihren Blogs im Internet unter dem Motto „Bloggen für mehr Katzenschutz“. Aufklärungsarbeit leisteten und um Spenden auf unser hierfür eingerichtetes Konto baten.

Insgesamt war die Unterstützung der Tierschutzvereine durch unser Kastrationsprojekt so erfolgreich, dass alle drei beteiligten Geldgeber einer Weiterführung zustimmten und wir die Tierschutzvereine auch in denfolgenden Jahren mit gleichem Maximalbetrag unterstützen konnten. Durch die Sicherheit der finanziellen Unterstützung konnten die Tierschutzvereine besser planen und damit 1.500 € über das ihnen selbst zur Verfügung stehende Budget „hinausgehen“. Im Schnitt kann damit jeder Tierschutzverein 15 freilebende Katzen oder 21 Kater mehr kastrieren, als es die eigenen finanziellen Mittel zulassen….rechnen Sie die Auswirkungen auf die Zahl der freilebenden Katzen gerne einmal über ein paar Jahre hoch ;-)

 

2012 - 2015:

Auf unserer Jahreshauptversammlung 2012 wurde bekanntgegeben, dass der Landestierschutzverband B.W. seine Mitgliedsvereine in diesem Jahr bei der Kastrationen freilebender Katzen finanziell unterstützen wird. Herr Schröder, Präsident unseres Dachverbandes, des Deutschen Tierschutzbundes, war auf dieser Veranstaltung anwesend und von der Idee so begeistert, dass er auch seitens des Deutschen Tierschutzbundes finanzielle Unterstützung versprach. So konnte jedem Verein, der diese Unterstützung angefordert hatte, € 1.000 ausbezahlt werden. Das klingt erst einmal nach viel Geld, da die Kastration einer weiblichen Katze aber ca. 100,- € und die eines Katers ca. 70,- € kosten, haben kastrations-aktive Tierschutzvereine den Unterstützungsbetrag oft schon in den ersten beiden Monaten eines Jahres voll ausgeschöpft oder überschritten.
Unser Angebot wurde von den Tierschutzvereinen so gut angenommen, dass die Unterstützung in dieser Form auch in den Jahren 2013 – 2015 fortgeführt wurde.