Nutztiere

Windsor

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Windsor stammt aus einem großen Reitverein mit Ständerhaltung und wurde dort mehr als 15 Jahre lang als Schulpferd eingesetzt. Er ist ca. 1975 geboren und konnte, nachdem er im Jahr 2000 ausgemustert worden war, vom Landestierschutzverband übernommen werden. Statt dem letzen Gang zum Pferdemetzger hat damit für ihn ein zweites Leben begonnen.
Windsor steht seitdem in einem Stall bei Schwäbisch Hall, hat eine große Box mit Paddock für sich und tagsüber ausreichend Auslauf mit anderen Pferden. Auch wenn er manchmal immer noch ziemlich stur sein kann, ist er inzwischen meist gutmütig und freundlich (was anfänglich nicht immer so war).

Im Sommer und Herbst 2003 hatte er schwer mit seiner chronischen Bronchitis zu kämpfen, ein "Andenken" an seine Zeit als Schulpferd. Da er auf schulmedizinische Behandlung nicht mehr ansprach, wurde er akupunktiert. Abgesehen von einem kleinen Rückfall im Sommer 2005 ist er seitdem wieder fit. Für sein Alter ist Windsor sehr rüstig und legt ab und zu auch gerne mal einen kleinen Spurt über die Koppel ein.

Nevada

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Der 1995 geborene Quartermix Nevada wurde im Mai 2004 vom Landestierschutzverband übernommen, da seine Besitzerin ihn einschläfern lassen wollte, um ihm weiteres Leid zu ersparen.
Sie hatte ihn 1998 als Dreijährigen gekauft. Bis dahin war er ohne viel Bewegung, Licht und Spielgefährten aufgewachsen. Nachdem sie ihn übernommen hatte, bekam er eine schöne Paddockbox und Menschen, die sich liebevoll um ihn kümmerten. Alles schien perfekt.

Doch dann stürzte er schwer und zog sich eine Halswirbelverletzung zu. Nach diesem Unfall stolperte er beim Reiten oft und stürzte auch einige Male erneut. Die Besitzerin hielt es für zu riskant, andere auf Nevada reiten zu lassen, konnte sich das Pferd jedoch ohne Reitbeteiligung nicht leisten.

So gab sie ihn auf einen privaten Hof zu einer Bekannten, wo er es zunächst auch ganz gut hatte. Doch dann geriet diese Bekannte in finanzielle Schwierigkeiten und brachte Nevada weg. Dort kam er in eine Herde, die ihn so traktierte, dass er innerhalb von vier Wochen nur noch Haut und Knochen und von Bisswunden übersäht war. Er verstand die Welt nicht mehr und wurde völlig apathisch. Hätte er dort bleiben müssen, wäre er sicherlich jämmerlich zugrunde gegangen.

Eine unserer "Pflegemuttis" erfuhr von seinem Leid und konnte Nevadas Besitzerin davon überzeugen, dass er mit seinen 9 Jahren noch eine letzte Chance verdient hätte und es bei uns gut haben würde. Allerdings war sein Zustand inzwischen so bedenklich, dass er zuerst in einer Klinik versorgt werden musste.
Inzwischen geht es Nevada gut und er fühlt sich in seinem neuen Umfeld in der Nähe von Heidenheim sehr wohl. In die vorhandene Pferdegruppe hat er sich problemlos integriert.

Leila

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Leila - geboren 2000 - war stark unterernährt und litt als Folge davon an Rachitis als sie zum Landestierschutzverband kam. Sie war so geschwächt, dass sie ein 3/4 Jahr weder entwurmt noch geimpft werden durfte.

Außerdem diagnostizierte der Tierarzt bei ihr einen schweren Darmkatarrh und gab ihr - da aufgrund ihres schlechten Allgemeinzustandes fast keine Medikamente verabreicht werden konnten - kaum eine Chance. Heute geht es Leila gut, auch wenn ihr Darm immer noch empfindlich ist. Inzwischen hat sie sich zu einer richtigen Ponydame entwickelt und ist in der Nähe von Heidenheim untergebracht. Ein ganz besonderes Kennzeichen ist die strahlend blaue Farbe ihres rechten Auges.

Filou

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Filou wurde als Fohlen, zusammen mit seiner Mutter, im Jahr 1999 völlig unterernährt und vernachlässigt vom Landestierschutzverband übernommen. Erst im Alter von sieben Monaten ist er das erste Mal aus seinem Stall herausgekommen. Infolge der Mangelernährung in seiner Kindheit leidet Filou unter einer so genannten spinalen Ataxie, mit anderen Worten, er ging anfangs ziemlich wackelig und unsicher.

Dieses Krankheitsbild hat sich in den letzten Jahren Dank Bewegung und Auslauf soweit gebessert, dass er eigentlich kaum mehr auffällige Probleme bei der Fortbewegung zeigt. Frühzeitig kastriert konnte er hervorragend in eine kleine Wallachherde integriert werden. Er ist sehr sozial und verträgt sich mit allen anderen Pferden, lässt sich aber nicht "unterbuttern". Aufgrund dieser Eigenschaft werden "Neuankömmlinge" zuerst mit ihm zusammengelassen und sozusagen von ihm geprüft. Filou steht - wie seine Mutter - in einem Stall in der Nähe von Karlsruhe.