Tiertransporte

So genannte „Nutztiere“ legen innerhalb ihres kurzen Lebens in der Regel nur zwei Wege zurück: den zum Mastbetrieb und den zum Schlachter. Die Wege sind mitunter unerträglich lang. Es zählt vor allem der Profit, den Händlern bspw. ist es wichtig, dass billig geschlachtet wird und nicht wie weit die Tiere transportiert werden müssen. Oft geht es quer durch Deutschland oder Europa. Tiertransporte sind für die Tiere eine Qual. Sie werden – oft in mehreren Etagen übereinandergestapelt - in die Transport-LKWs gezwängt, können in Kurven das Gleichgewicht kaum halten, ziehen sich während des Transports z.T. noch Verletzungen zu und haben meist nur völlig unzureichend Futter und Wasser zur Verfügung. Trotzdem geht es für die Tiere immer weiter, Kilometer für Kilometer, ohne Pause. Gesetzlich ist das kein Problem. Rinder dürfen beispielsweise bis zu 29 Stunden in einem LWK transportiert werden, bis sie das erste Mal für eine eintägige Pause entladen werden müssen. Danach kann es wieder weiter gehen. Das Tierwohl spielt bei all dem keine Rolle. Viele Tiere brechen nach dem kräftezehrenden Transport  zusammen.  Doch auf sie wartet am Ankunftsort keine Hilfe, sondern der Tod.

Allein zur Schlachtung werden, Geflügel nicht mit eingerechnet, circa 360 Millionen Tiere jährlich  durch Europa transportiert, 188 Millionen sind es in Deutschland.

In Deutschland gibt es keine ausreichenden Bestimmungen und Gesetze, die die Tiere ernsthaft vor Leid schützen würden. In anderen europäischen Ländern ist es noch schlimmer. So müssen die Tiere manchmal an den Grenzen mehrere Tage bei hohen Temperaturen im Transporter ausharren. Dabei haben sie kaum Platz sich zu bewegen. Laut EU-Verordnung hat ein 100kg schweres Schwein Anspruch auf einen halben Quadratmeter Platz im Transporter. Das ist nicht tiergerecht und  aus Tierschutzsicht absolut nicht vertretbar.

Ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung wäre eine Begrenzung der Transportzeiten auf bis zu vier Stunden innerhalb eines Landes und bis zu maximal acht für internationale Transporte. Langstrecken müssen Tiefkühlfleisch vorbehalten sein.

Der Tierschutzbund fordert Verbraucher  dazu auf, auf den Konsum von Fleisch entweder ganz zu verzichten, oder nur Fleisch vom Bio-Bauern zu kaufen, um das Leid der Tiere auf langen Tiertransporten nicht mit zu verantworten.

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