Landwirtschaftsminister Bonde besucht das Tierheim in Karlsruhe

Der stellv. Vorsitzende des Landestierschutzverbands überreicht Minister Bonde anlässlich seines Besuchs im Karlsruher Tierheim am Samstag zahlreiche Unterschriften gegen den Abschuss von Haustieren.

Im Rahmen seiner so genannten Sommertour besuchte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Alexander Bonde in Begleitung der Landestierschutzbeauftragten Dr. Cornelie Jäger am vergangenen Samstag das Tierheim in Karlsruhe.

Anlässlich eines Tierheimrundgangs und in einer anschließenden Gesprächsrunde wurden die beiden u.a. von der Vorsitzenden des Karlsruher Tierschutzvereins Heinke Salisch und Volker Stutz, dem stellv. Vorsitzenden des Landestierschutzverbandes Baden-Württemberg über die Situation der Tierheime im Land und über aktuelle Tierschutzthemen informiert.
Als weitere Gäste waren mit Renate Rastätter, Zoe Mayer und Michael Borner drei Gemeinderatsmitglieder der Bündnis 90 / die GRÜNEN vor Ort, die sich zudem auch in der Landesarbeitsgemeinschaft Tierschutzpolitik aktiv sind.
Im Rahmen einer Tierheimführung bekamen die Politiker hautnah eine Einführung in die alltäglichen Tierheimprobleme, die ohne ehrenamtliche Mitarbeiter nicht zu bewältigen wären.
Offensichtlich wurde dabei vor allem immer wieder der Ausbau- und Sanierungsbedarf der Unterbringungsmöglichkeiten, um allen Tieren auch weiterhin gerecht werden zu können.Landwirschaftsminister Bonde besucht das Tierheim Karlsruhe

„Es stimmt nachdenklich zu sehen, wie viele Tiere erst angeschafft und dann doch wieder ausgesetzt oder in Tierheime abgegeben werden“, gab Bonde dann auch angesichts des gewachsenen Bedarfs an Plätzen für kleine Heimtiere und Reptilien offen zu.
Gleichzeitig lobte er das große Engagement der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Tierheim Karlsruhe, die einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, den Tierheimtieren ihr Leben in der „Zwischenstation Tierheim“ so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten und einen guten Start in ein neues Zuhause zu sichern.
Mit den Worten „Tierschutzbildung ist in erster Linie Präventionsarbeit, um Tierleid zu verhindern“ würdigte Bonde insbesondere die vorbildliche Jugendarbeit des Tierschutzvereins.

Neben vielfältigen Einblicken in den Tierheimalltag bekam der Minister auch noch die eindringliche Bitte mit auf den Weg, sich dafür einzusetzen, dass das geplante Haustierabschussverbot im neuen Jagd- und Wildtiermanagementgesetz des Landes ohne Aufweichung umgesetzt wird.
“Einem großen Teil der Mitbürger ist es ein wichtiges Anliegen, dass die Jagd auf Haustiere in Baden-Württemberg künftig verboten wird. Die Jagd auf Hunde und Katzen ist nicht mehr zeitgemäß und darf nach aktuellem Tierschutzrecht nicht weiterhin erlaubt bleiben“, erklärte der stellv. Vorsitzende des Landestierschutzverbandes Volker Stutz dem Minister als er diesem zahlreiche Unterschriften, hauptsächlich von Bürgerinnen und Bürgern aus dem Raum Karlsruhe überreichte, die das eindeutige gesetzliche Verbot des Abschusses von Hunden und Katzen fordern.