Katzenkastrationsprojekt des Landestierschutzverbandes B.W.

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Katzenfutterstelle2012, wie alles begann:


Auf unserer Jahreshauptversammlung wurde bekanntgegeben, dass der Landestierschutzverband B.W. seine Mitgliedsvereine in diesem Jahr bei der Kastrationen freilebender Katzen finanziell unterstützen wird. Herr Schröder, Präsident unseres Dachverbandes, des Deutschen Tierschutzbundes, war auf dieser Veranstaltung anwesend und von der Idee so begeistert, dass er auch seitens des Deutschen Tierschutzbundes finanzielle Unterstützung versprach. So konnte jedem Verein, der diese Unterstützung angefordert hatte, € 1.000 ausbezahlt werden. Das klingt erst einmal nach viel Geld, da die Kastration einer weiblichen Katze aber ca. 100,- € und die eines Katers ca. 70,- € kosten, haben kastrations-aktive Tierschutzvereine den Unterstützungsbetrag oft schon in den ersten beiden Monaten eines Jahres voll ausgeschöpft oder überschritten.
Unser Angebot wurde von den Tierschutzvereinen so gut angenommen, dass die Unterstützung in dieser Form auch in den Jahren 2013 – 2015 fortgeführt wurde.

 

2016, wir erhalten Unterstützung von Landesseite:


Obwohl die Thematik der freilebenden Katzen in Baden Württemberg nicht so offensichtlich ist wie die der vielerorts herumlaufenden Katzen in südlichen Ländern, wird doch jedem, der sich mit der Situation befasst sehr schnell klar, dass auch bei uns ein sehr großer Handlungsbedarf besteht. Vermutlich ist der Hauptgrund, dass es bei uns bislang zu keiner „Eskalation“ der Katzensituation kam die Tatsache, dass engagierte Tierschützer seit vielen Jahren Futterstellen für die Tiere betreuen und um den Katzenbestand nicht ausufern zu lassen, die Tierschutzvereine engagiert Tiere kastrieren -  finanziert zu größten Teilen über private Spenden, die sie erhalten.
Das Engagement des Landestierschutzverbandes und des Deutschen Tierschutzbundes in den Jahren 2012 – 2015 wurde vom Baden-Württembergischen Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) nicht nur gesehen und für gut befunden, sondern auch dort sind die Problematik und der Handlungsbedarf bekannt. Umso mehr haben wir uns gefreut, als wir aus dem MLR die Zusage zur finanziellen Unterstützung des Projektes auch von Landesseite erhielten.
Dadurch konnten wir den möglichen Zuschuss je Verein auf bis zu 1.500,- € anheben – und bis auf wenige, eher kleine Tierschutzvereine, konnten die meisten Vereine auch diese Summe voll ausschöpfen.
Inzwischen war unser Kastrationsprojekt bei den Tierschutzvereinen so bekannt geworden, dass die beantragten Zuschüsse das für 2016 geplante Gesamtbudget bei weitem überstiegen. Da uns das Projekt aber eine echte Herzensangelegenheit ist, ermöglichte der Landestierschutzverband für 2016 zusätzliche Gelder und wir fassten den Beschluss, mit dem Thema vermehrt an die Öffentlichkeit zu gehen. Zum einen um das Bewusstsein für die Situation der freilebenden Katzen in der Bevölkerung zu stärken, aber natürlich auch um Spendengelder für die dringend  benötigte Unterstützung der Tierschutzvereine zu akquirieren.
Dies wurde 2017 mit einem sehr erfolgreichen, bislang aber leider einmaligen Projekt realisiert, bei welchem Tierfreunde in ihren Blogs im Internet unter dem Motto „Bloggen für mehr Katzenschutz“. Aufklärungsarbeit leisteten und um Spenden auf unser hierfür eingerichtetes Konto baten.


Insgesamt war die Unterstützung der Tierschutzvereine durch unser Kastrationsprojekt so erfolgreich, dass alle drei beteiligten Geldgeber einer Weiterführung zustimmten und wir die Tierschutzvereine auch in den Jahren 2017 und 2018 mit gleichem Maximalbetrag unterstützen konnten.

 

2019, und wie es weiter geht


Wir alle haben gesehen, was wir mit unserem Einsatz erreicht haben! Durch die Sicherheit der finanziellen Unterstützung können die Tierschutzvereine besser planen und damit 1.500 € über das ihnen zur Verfügung stehende Budget „hinausgehen“. Im Schnitt kann damit jeder Tierschutzverein 15 freilebende Katzen oder 21 Kater mehr kastrieren, als es die eigenen finanziellen Mittel zulassen….rechnen Sie die Auswirkungen auf die Zahl der freilebenden Katzen gerne einmal über ein paar Jahre hoch ;-)

Katzenpyramide

Natürlich hat unser Kastrationsprojekt gewisse Rahmenbedingungen, um eine „Zweckentfremdung“ von Geldern auszuschließen. Nur wenn alle Bedingungen erfüllt sind, darf der Zuschuss ausbezahlt werden:

  •     Der Zuschuss kann durch Mitgliedsvereine des Deutschen Tierschutzbundes und seines Baden-Württembergischen Landesverbands beantragt werden.
  •     Der Verein muss die gültige Freistellungsbescheinigung des Finanzamtes vorlegen.
  •     Die eingereichten Kastrationsrechnungen müssen aus dem jeweiligen Jahr stammen und der Tierarzt muss darauf vermerkt haben, dass es sich um freilebende Katzen handelt (was meist eindeutig zu erkennen ist, da freilebende Katzen die Nähe des Menschen nicht gewohnt sind und sich auch nicht anfassen lassen).

 

Auch im Jahr 2019 wird unsere Unterstützung der Tierschutzvereine bei der Kastration von freilebenden Katzen weitergeführt.

 

Die tatsächlich geleistete Kastrationsarbeit ist aber nach wie vor wesentlich höher, ebenso wie die Kastrationsarbeit, die noch zu leisten wäre. Deshalb machen wir uns auch in 2019 weiter stark, um die aktiv kastrierenden Vereine noch besser unterstützen zu können, zum Beispiel durch:

  • Zweckgebundene Spenden auf unser Landesverbands-Spendenkonto, Stichwort „Katzenkastrationsprojekt"

Spendenkonto "Katzenkastrationsprojekt"

  • Unseren extra eingerichteten online-Spendenfond

https://www.betterplace.org/de/projects/50671-strassenkatzen-spende-fur-ein-leben-ohne-leid 

  • Die Beratung und Unterstützung unserer Mitgliedsvereine bei deren Gesprächen in Länder- und Gemeinderäten, um endlich auch in Baden-Württembergischen Gemeinden die Verabschiedung von Katzenschutzverordnungen zu erreichen.

Katzenschutz-Verordnung B.W.