Ablauf einer Katzenkastrationsaktion

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Der Tierschutzverein/das Tierheim wird entweder von aufmerksamen Anwohnern darüber informiert, dass  auf einem bestimmten Gelände oder Gebiet scheue, meist unkastrierte Katzen leben. Oder diejenigen, die sich aus Mitleid bereits um diese Tiere kümmern und sie an Futterstellen betreuen, bitten um Hilfe.


Katzenlebendfangfalle-noch ohne TuchDer Tierschutzverein hat i.R. die Möglichkeit mit speziellen Lebendfallen solche Katzen einzufangen. In den Fallen können die Katzen zuerst angefüttert und „an die Falle gewöhnt“, und später darin gefangen und zum Tierarzt gebracht zu werden. Tierschutzvereine sind dabei häufig auf die Hilfe derer angewiesen, die vor Ort wohnen oder diese Katzen regelmäßig sehen bzw. ihnen auch Futter hinstellen. So wird ein Tierschutzverein versuchen, das Aufstellen, Anfüttern der Katzen in der Falle (ohne dass sie zunächst auslöst), später das „Scharf machen“ der Fallen, sowie die Kontrolle, ob Tiere gefangen sind, am besten gemeinsam mit zuverlässigen Tierfreunden vor Ort durchzuführen. An betreuten Futterstellen bspw. kennen die Tierschützer „ihre“  Katzen und haben den Überblick darüber, wer „dazugehört“.
Handelt es sich um einen größeren Bestand von freilebenden Katzen, so ist es sinnvoll, die Katzen zügig nacheinander einzufangen und nach erfolgter Kastration und Kennzeichnung zunächst im Tierheim unterzubringen, bis der gesamte Bestand kastriert ist. Setzt man jede gefangene Katze direkt nach der Kastration wieder zurück, besteht die Gefahr, dass man den Überblick verliert und nicht alle Katzen kastriert werden. Sind alle Katzen gefangen und kastriert, können sie gemeinsam wieder an ihrem ursprünglichen Platz frei gelassen werden, vorausgesetzt, sie werden dort weiter gefüttert, betreut und geduldet.


Da sich die allermeisten frei lebenden Katzen nicht anfassen lassen, werden sie idealerweise gleich in der Falle zum Tierarzt gefahren, dort kastriert und danach  entweder wieder frei gelassen (bei überschaubarem Bestand von bis zu 5 oder 6 Katzen) oder eben übergangsweise noch kurzzeitig im Tierheim aufgenommen.
Sind die Katzen gesund, dann können sie bei normaler Witterung (keine Minusgrade, kein Frost, Schneefall oder „Sauwetter“) bereits relativ schnell nach erfolgter Kastration, wieder frei gelassen werden.


Als Kennzeichnung empfiehlt sich eine Tätowierung im Ohr. Diese ist für jeden ersichtlich und normalerweise kann man bei tätowierten Katzen davon ausgehen, dass diese auch kastriert wurden, da eine Tätowierung nur in Narkose vorgenommen wird.