Unsere Gnadenbrotpferde

Hier stellen wir Ihnen beispielhaft einige unserer Gnadenbrotpferde vor:

 

leila   Leila-u.-Wicky

Leila - geboren 2000 - war stark unterernährt und litt als Folge davon an Rachitis als sie zum Landestierschutzverband kam. Sie war so geschwächt, dass sie ein 3/4 Jahr weder entwurmt noch geimpft werden durfte.

Außerdem diagnostizierte der Tierarzt bei ihr einen schweren Darmkatarrh und gab ihr - da aufgrund ihres schlechten Allgemeinzustandes fast keine Medikamente verabreicht werden konnten - kaum eine Chance. Heute geht es Leila gut, auch wenn ihr Darm immer noch empfindlich ist. Inzwischen hat sie sich zu einer richtigen Ponydame entwickelt und ist zusammen mit unserer Shettyponydame Leila (re.)  und der Haflingerstute Reni in der Nähe von Freiburg untergebracht. Ein ganz besonderes Kennzeichen ist die strahlend blaue Farbe ihres rechten Auges.

Leider leidet sie sobald es wärmer wird extrem unter einer Kriebelmückenallergie. Sobald die kleinen Plagegeister auftauchen kann sie es im Freien nur unter "Vollverkleidung" aushalten. Ihr Verschleiß an Sommerekzemdecken und -Hauben ist beachtlich, da sie keine große Rücksicht auf ihre Schutzkleidung nimmt.

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Gina2

Gina 

 

Gina - eine Tinker-Mix Stute, wurde zwischen 1992 und 1995 geboren und musste aufgrund  untragbarer Haltungsbedingungen vom Veterinäramt gemeinsam mit Alice (leider 2012 schon  verstorben) beschlagnahmt werden. Gina ist eine hochsensible Stute mit sehr liebem Wesen, wenn man richtig mit ihr umgeht. Wie Gina zu uns kam, kannte sie nichts und war extrem skeptisch. Seit der Landestierschutzverband sie übernommen hatte, wurde begonnen, mit ihr zu arbeiten und sie lernt ausgesprochen schnell, wenn ihr etwas Spaß macht. Umgekehrt kann sie auch ganz schön bockig sein und meint dann, dass sie bestimmt wann die Arbeit beendet ist. Gina ist jetzt viel entspannter und macht inzwischen einen meist gelassene Eindruck, Wasser ist ihr allerdings absolut nicht geheuer. In den letzten Jahren hatte sie immer wieder Hufprobleme und muss jetzt wegen massiver Hufreheschübe an den Vorderhufen orthopädische Hufbeschläge tragen. Viel schlimmer ist für sie  allerdings die damit verbundene strenge Diät. Frisches Gras ist bei Hufrehe tabu, unbegrenzter Weidezugang damit auch und Gina hat entsprechend schlechte Laune. Auch die anderen Artgenossen dürfen dann oft nur auf den grasfreien  Hackschnitzelauslauf (oder eben in Sichtweite direkt nebeanan auf die dortige Weide.) Denn sonst dreht Gina durch und schreit sich - vermeintlich allein zurückgelassen -  die Seele aus dem Leib.
Gina steht mit anderen Pferden in einem Stall bei Schwäbisch Hall.

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Pia


Pia, unsere 32-jährige Württembergerstute
 lebt auf einem Gestüt im Großraum Stuttgart. Wie bei Ceraldina, waren auch bei Pia finanzielle Gründe ausschlaggebend dafür, dass sie ihr ursprüngliches Zuhause verlassen musste. Obwohl sie früher auf verschiedenen Turnieren geritten wurde, interessierte sich - nachdem das nicht mehr möglich war - niemand mehr für die damals schon 21-jährige Stute.
Durch Zufall bekam Pia über den Landestierschutzverband eine zweite Chance. Bis letztes Jahr standen zwei weitere Pferde des Landesverbandes bei ihr, Reni und Linda. Reni musste umgesiedelt werden, weil sie die beiden „drangsalierte“.
Seit Renis Umzug ist wieder Ruhe eingekehrt und Pia kann ihr „Rentnerdasein“ genießen. Sie ist grundsätzlich ein ruhiges, eher schüchternes Pferd, das mit Menschen und Artgenossen keine Probleme hat. Ihre Alterserscheinungen sind jetzt allerdings nicht mehr zu leugnen, die alten Knochen knacken hörbar, wenn sie sich in Bewegung setzt und auch das Kauen klappt nicht mehr so richtig. Der normale, altersbedingte Gewichtsverlust kann aber durch entsprechende Zufütterung ausgeglichen werden und es wird darauf geachtete, dass andere Pferde die alte Lady nicht zu sehr bedrängen.

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Nevada

Nevada, Quartermix, 20 Jahre alt
Seine ersten 9 Lebensjahre waren geprägt von regelmäßigen Besitzer- und Ortswechseln. Bis zum  Alter von 3 Jahren wuchs er ohne viel Bewegung, Licht und Spielgefährten auf.
Er wurde an eine Hobbyreiterin verkauft, die sich liebevoll um ihn kümmerte und gut unterbrachte. Leider erlitt er einen schweren Sturz, der zu einer Halswirbelverletzung führte. Infolgedessen stolperte und stürzte er danach beim Reiten einige Male. Die Besitzerin konnte ihn sich aber ohne zusätzliche Reitbeteiligung nicht leisten und gab ihn an einen privaten Hof weiter. Dort ging es ihm auch ganz gut, doch auch dort kamen finanzielle Probleme auf und Nevada musste erneut umziehen. Er kam nun in eine Herde, die ihn so traktierte, dass er innerhalb kürzester Zeit massiv an Gewicht verlor und von Bisswunden übersäht war. So wurde eine uns bekannte Pferdefreundin auf ihn aufmerksam. Sie konnte seine Besitzerin davon überzeugen, ihm noch eine weitere Chance über den Landesverband zu geben und so durfte er ein letztes Mal umziehen, in eine bunt gemischte Herde in der Nähe von Heidenheim. Dort lebt er inzwischen seit 11 Jahren, fühlt sich pudelwohl und längst sind seine psychischen und physischen Wunden verheilt!

 

 

 

 

 

Anfahrt

Landestierschutzverband Baden-Württemberg e.V.
Unterfeldstr. 14 B
76149 Karlsruhe

Tel.: 0721 704573
Fax.: 0721 705388
e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Nutzen Sie gerne auch die Routenplanung:

Hilfe im Notfall

Tierschutz in der Praxis:

Was tun, wenn ...?


Beobachtung von Tierquälerei:


1. Besteht für das Tier Lebensgefahr, so zeigen Sie Zivilcourage und schreiten sie ein!
2. Meldung/Anzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle
3. Meldung beim Tierschutzverein
4. Meldung/Anzeige beim Veterinäramt

unter Angabe von:
•    - Name, Wohnort, Telefonnummer
•    - Ort, Tag, Uhrzeit
•    - anwesende Personen/Zeugen
•    - Bericht des Tatherganges
•    - Beschreibung (evtl. Name des Täters)
•    - Beschreibung der Tiere, Anzahl
•    - Zustand der Tiere
•    ! Anfertigen von Fotos !
Beobachtung schlechter Haltungsbedingungen:
Bei dem Verdacht auf unzureichende Haltungsbedingungen eines Tieres sollte zunächst der Tierschutzverein unter Angabe der oben aufgeführten Daten benachrichtigt werden. Ein sogenannter Tierschutzbeauftragter des Vereins wird die Haltung kontrollieren, auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften achten den Zustand der Tiere begutachten und gegebenenfalls mit dem Tierhalter ein Beratungsgespräch führen.
Die sog. gesetzlichen Vorgaben (Verordnungen, Leitlinien, Empfehlungen) beinhalten allerdings wirklich nur "Mindestanforderungen" und sind aus Tierschutzsicht bei weitem nicht ausreichend.
Entsprechen die Haltungsbedingungen nicht den gesetzlichen Vorgaben, oder liegt gar ein Fall von Tierquälerei vor, so werden die oben aufgeführten zuständigen Behörden vom Tierschutzbeauftragten benachrichtigt.
Beschlagnahme / Wegnahme eines Tieres:
Eine Beschlagnahme darf nur nach amtlicher Anweisung erfolgen. Privatpersonen, auch Mitarbeiter von Tierschutzvereinen, sind dazu nicht berechtigt.
Herrenlose Tiere sind unterwegs:
Haben Sie freilaufende, herrenlose Tiere bemerkt, oder ein Tier gefunden, so ist zunächst die örtliche Polizeidienststelle zu benachrichtigen. Ebenso den zuständigen Tierschutzverein. Beide kümmern sich um das Einfangen, das Versorgen, und um die Unterbringung des Tieres und versuchen den Besitzer ausfindig zu machen.


Unfall mit einem Wildtier:

Sind Sie als Fahrer eines Kraftfahrzeuges in einen Unfall mit einem größeren Wildtier (Reh, Wildschwein) verwickelt, so ist es umgehend erforderlich das zuständige Forstamt, evt. den Jagdpächter zu informieren. Leider dürfen sie - auch wenn das Tier verletzt ist - dieses rechtlich gesehen nicht mitnehmen und in tierärztliche Versorgung geben, denn alle Wildtiere dürfen der Natur eigentlich nicht entnommen werden, sie sind als jagbares Wild quasi "Eigentum" des Jagdpächters, der einem Transport zustimmen muss. Versicherungstechnisch gesehen, sollten Sie ebenso den Unfall bei der Polizei melden.
Bei kleineren Wildtieren (Igel, Greifvögel, Marder, Eichhörnchen) empfiehlt es sich diese zunächst zu einem Tierarzt zu bringen, der die Tiere medizinisch versorgt. Pflegestellen für Wildtiere und manche Tierschutzvereine kümmern sich dann um die weitere Versorgung und die Auswilderung, wenn das Tier wieder gesundet ist.
Denken Sie bei Unfällen mit Füchsen an die Infektionsgefahr mit dem Fuchsbandwurm, und berühren Sie das Tier nicht !
Unfall mit einem/r Hund/Katze:
1.    Sichern der Unfallstelle
2.    Erste Hilfe leisten (s. u.)
3.    Transport zum Tierarzt
4.    Meldung bei der örtlichen Polizeidienststelle
5.    Meldung beim Tierschutzverein

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Erste Hilfe leisten


1. Autounfälle:


Eine effektive Behandlung ist in der Regel nur in der Tierarzt-Praxis durchführbar, dennoch können auch bei Tieren erste Hilfe Maßahmen am Unfallort geleistet werden. Zu beachten ist, dass Tiere unter Schock in Ihrem Verhalten verändert sein können. Deswegen ist im Umgang mit Ihnen große Vorsicht geboten.
Ansprechbarkeit und Versorgung:
Die Situation des Tieres muss so schnell wie möglich erfasst werden. Es müssen folgende Punkte abgeklärt werden:


-Bewegt sich das Tier?
Offene Frakturen mit sterilen Kompressen abdecken, das Tier möglichst ruhig halten.
-Reagiert es auf Geräusche?
-Atmet es?
Falls möglich die Zunge hervorziehen, sind Fremdkörper oder Erbrochenes im Maul? Ausräumen und die Zunge seitlich zwischen die Zähne legen, so dass die Atemwege frei sind. Eine Beatmung ist über Mund- zu Nase Beatmung möglich.
-Bestehen Blutungen?
Gliedmaßen können oberhalb einer stark blutenden Verletzung abgebunden werden.
-Reagiert es auf Kneifen zwischen den Zehen?
Bei Verdacht auf eine Schädigung der Wirbelsäule soll das Tier auf dem Transport in Seitenlage flach auf eine stabile Unterlage gelegt werden.

Bestellung Infomaterial/Förderantrag

Sie können im Folgenden unterschiedliche Infomaterialen auswählen.
Bitte beachten Sie, dass wir Ihre Bestellung nur berücksichtigen können wenn die Anschrift vollständig vorhanden ist.






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