Tierschutzthemen

Der Landestierschutzverband und seine Mitstreiter setzen sich dafür ein, dass Tiere ein ihren Bedürfnissen entsprechendes tiergerechtes Leben führen können. Leider gibt es nicht nur weltweit sondern auch bei uns in Baden-Württemberg unzählige Fälle, bei denen Tiere misshandelt, gequält oder einfach nicht artgerecht gehalten werden. Der Deutsche Tierschutzbund Baden Württemberg setzt sich speziell hier in Baden Württemberg für das Wohl der Tiere ein. Auf den folgenden Seiten werden die wichtigsten Tierschutzthemen vorgestellt und erklärt. Dabei geht es vor allem um die Haltung von Heim-, Nutz-, Zoo- und Zirkustieren, den Schutz von Wildtieren und den Kampf gegen Tierversuche. Außerdem werden die uns regelmäßig immer wieder gestellten (rechtliche) Fragen geklärt.

Termine

                                   Aktuelle Termine

Veranstaltungen für unsere Mitglieder

 

 

2019 / 2020

Vorankündigung

08. + 09.02.2020
in Reutlingen

 

 

Jugendleiterschulung

Thema: „Was ihr schon immer wissen wolltet…“
Tipps, Tricks, Praxisbeispiele und Methoden, Rechtliche Grundlagen und vieles mehr, das  in der Jugendarbeit nützlich ist


Veranstaltungsort: Hotel Fortuna Reutlingen
    Samstag, 08.02.20 von 10.00 – 19.00
    Sonntag, 09.09.20 von   9.00 – 15.30

 

Schulungsgebühr: € 25 (darin enthalten Kaffeepausen, Mittagessen, Getränke im Seminarraum)
Übernachtung und Abendessen auf eigene Kosten

 

09.02.2019
in Reutlingen

Jugendleitertreffen

Für Jugendleiter, Betreuer und alle, die Interesse an der Jugendarbeit haben. Für Details nehmen Sie bitte Kontakt mit der Geschäftsstelle in Karlsruhe auf.

16.03.2019

in Reutlingen

Seminar

"Tierheim aktuell
Tipps und Anregungen für ein noch besseres Tierheim durch die Tierheimberatung
auf Basis der Tierheimordnung des DTSchB"

(Einladung erfolgt jeweils gesondert)

13.04.2019

in Reutlingen

Mitgliederversammlung des Landestierschutzverbandes Baden-Württemberg e.V.


(gesonderte Einladung folgt)

27. -29.09.2019

in Mannheim

 

Landesjugendtreffen

19.10.2019

in Reutlingen

 

Seminar

(Einladung erfolgt jeweils gesondert)

30.11.-01.12.2019

(10:30-17:00 und 10:30-14:00 Uhr)

Akademie für Tierschutz in Neubiberg/bei München

 

Seminar

Tierversuche für Jugendgruppenleiter

Inhalte: Vorträge zu Tierversuchen und Alternativen, Tierversuchen in der Ausbildung, die Arbeit des Deutschen Tierschutzbundes. Alternativmethoden und Tierversuche beispielhaft erklärt, Podiumsdiskussion sowie Infostand-Elemente und eine aufwändigere didaktische Umsetzungsidee mit Jugendlichen.

Kosten: Seminarkosten keine,

Anreise/ Übernachtung sowie Frühstück und Abendessen eigene Kosten/In Eigenregie

Anmeldung bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Verschiedene

Regionaltreffen


(Einladung erfolgt jeweils gesondert)

 

 

2018

03.02.2018
in Ditzingen

Jugendleitertreffen

10.03.2018
in Reutlingen

Seminar „Mitarbeiterführung“

(Einladung erfolgt jeweils gesondert)


28.04.2018
in Reutlingen

Mitgliederversammlung des Landestierschutzverbandes Baden-Württemberg e.V.


(gesonderte Einladung folgt)


21. - 23. 09.2018
in Konstanz



Landesjugendtreffen

20.10.2018
in Reutlingen

Seminar, mit den Themen


* Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit im Tierheim


* DSGVO - die neue Datenschutzverordnung


(Einladung erfolgt jeweils gesondert)

Verschiedene

Regionaltreffen


(Einladung erfolgt jeweils gesondert)


Animal Hoarding

Der Alptraum von Tierfreunden - eine Wohnung voller verwahrloster Tiere, es stinkt nach Urin, überall liegen Kot, Schmutz und tote Tiere.  Fälle von sogenanntem „Animal Hoarding“, was übersetzt „Tiersammel-Sucht“ heißt, kommen immer öfter vor. Die Tierbesitzer sind psychisch krank, sie sammeln und vermehren immer mehr und mehr Tiere, realisieren aber nicht, dass die Tiere bei ihnen leiden und aufgrund vollkommen falscher oder fehlender Versorgung zugrunde gehen.

Durchschnittlich haben die „Tier-Sammler“ 105 Tiere bei sich zu Hause (oft auch verschiedene Arten). Meistens wissen sie aber gar nicht genau, um wie viel Tiere es sich handelt. Die Besitzer verlieren den Überblick. Trotzdem sind sie der Auffassung, dass es den Tieren bei ihnen gut geht. Die meisten Animal Hoarder halten Kleintiere, Katzen und Hunde. Besonders bei Kleintieren ist die Gefahr groß, dass es zu schlimmen Missständen kommt. Charakteristisch für Animal Hoarder: sie haben kaum noch soziale Kontakt, ziehen sich in ihre Wohnung zurück und lassen keinen Besuch mehr zu. Einzig der beißende Geruch lässt viele Animal Hoarder „auffliegen“.

Die Vernachlässigung ist erschütternd. Die hygienischen Zustände sind meist katastrophal, die  betroffenen Tiere bekommen nur unregelmäßig – oftmals ungeeignetes - Futter, vermehren sich unkontrolliert und fressen sich zum Teil sogar selbst an. Die Folge: Inzucht, zahlreiche unterernährte und kranke Tiere - ohne tierärztliche Versorgung infizieren sich die Tiere wegen der schlechten hygienischen Bedingungen mit Krankheitserregern. In besonders schlimmen Fällen sterben die kranken Tiere und verwesen in der Wohnung.

Für die Tiere eine unerträgliche Situation. Doch leider sehen die meisten Animal Hoarder ihr Problem nicht ein. Sie sind krank. Sie brauchen psychologische Hilfe und müssten sich dringend in eine Therapie begeben. Auch die Tiere brauchen danach eine oft kostspielige und langwierige Behandlung. Sie müssen langsam aufgepäppelt werden und es entstehen hohe Tierarztkosten. Vor allem die große Anzahl der auf einen Schlag unterzubringenden Tiere ist schwierig. Für viele Tierheime stellt dies eine große Herausforderung dar, die in der Regel nur mit überregionaler Koordination – beispielsweise über den Landesverband – und unter Mithilfe anderer Tierheime - gestemmt werden kann.

Um den Tierhaltern und vor allem den Tieren zu helfen, ist es wichtig, aufmerksam zu sein. Hält ein Nachbar, Bekannter oder ein Familienmitglied mehrere Tiere, ist es sinnvoll, in Erfahrung zu bringen, ob die Tiere artgerecht gehalten werden. Nicht ungewöhnlich und in der Regel bedenkenlos ist die Haltung von bis zu drei Hunde, vier Katzen oder fünf Nagern. Besteht Zweifel an der Haltung,  ist es empfehlenswert,  sich zur Sicherheit an einen lokalen Tierschutzverein oder das Veterinäramt beziehungsweise den Tierschutzverband zu wenden. Anzeigen können auch anonym gemeldet werden. Die nicht artgerechte Haltung von Tieren verstößt gegen das Tierschutzgesetz. Auch wenn es nicht immer leicht fällt,  solch einen Fall zu melden, die Tiere leiden sehr und verdienen eine Chance auf ein tiergerechtes Zuhause.

Katzenelend

Rund zwei Millionen Katzen hausen auf Deutschlands Straßen. Sie leben auf ehemaligen Fabrikgeländen, verwilderten Grundstücken und Friedhöfen. Das Futter ist rar, der Überlebenskampf hart und die Verletzungsgefahr hoch. Da Hauskatzen bereits Jahrhunderte lang mit Menschen zusammenleben, gelten sie als domestiziert, das heißt Menschen müssen auch für sie die Verantwortung übernehmen. Leider gibt es unzählige Katzen, die niemanden (mehr) haben, der sich um sie kümmert. Oft handelt es sich um die Nachkommen von nicht kastrierten Hauskatzen oder ausgesetzten Tieren. Dadurch, dass auch der Nachwuchs der frei lebenden Katzen nicht kastriert ist, vermehren sich die Tiere immer weiter. Unter den Katzen verbreiten sich schnell Krankheiten wie Katzenschnupfen, Katzenseuche oder Leukose. Außerdem werden sie oft von Flöhen, Parasiten und Würmern befallen. Entsprechend hoch ist das Leid der Tiere. 

Viele der Tiere leben schon so lange frei, dass sie nicht mehr in einem Haus oder einer Wohnung gehalten werden können. Das Zeitfenster, in dem eine junge Katze an das Leben in einem Haushalt mit Menschen gewöhnt werden kann, ist sehr klein. Sind die Katzen älter, ist es kaum mehr  möglich, sie zu zähmen. Die einzig sinnvolle Lösung: die Katzen draußen betreut weiter leben lassen.

Futterstelle freilebende Katzen-kl

Um das Problem der freilebenden Katzen trotzdem in den Griff zu bekommen, ist es wichtig, dass Besitzerkatzen mit Freigang kastriert werden. Nur so kann die Anzahl freilebender Katzen abnehmen. Auch freilebende Katzen müssen kastriert werden. Der Eingriff ist für jeden Tierarzt Routine und die Operation ist schnell überstanden. Nach wenigen Tagen hat sich der Vierbeiner erholt und kann sein gewohntes Leben wieder aufnehmen. Entgegen vieler Behauptungen sollten Katzen kastriert werden, bevor sie einmal geworfen haben. Auch für Besitzer von Katern bringt das Kastrieren einen großen Vorteil mit sich.  Nach dem Eingriff hinterlässt der Kater  keine stinkenden Duftmarken mehr und sein Aktionsradius wird deutlich kleiner. Dadurch sinkt zum Beispiel die Gefahr überfahren zu werden. Und für Tierfreunde das wichtigste Argument: Durch die Kastration verhindern sie die Zunahme des Katzenelends!

Ein großes Ziel des  Landestierschutzverbandes, und seiner angeschlossenen Vereine ist die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht. Die Kennzeichnung einer Katze geschieht durch einen reiskorngroßen Chip. Durch diesen Transponder kann eine entlaufene Katze schneller wieder zum Besitzer gebracht werden. Voraussetzung dafür ist eine Registrierung. Ein Tipp: Das Haustierregister des deutschen Tierschutzbundes bietet eine kostenlose Registrierung an!

Schon über 600 Städte und Gemeinden bundesweit haben eine Kastrationspflicht für Katzen mit Freigang eingeführt und so einen entscheidenden Schritt zur Verhinderung von noch mehr Katzenelend unternommen. In BW ist diese Entwicklung aber leider noch nicht angekommen.

Allerdings kann auch ohne diese Pflicht einiges getan werden. Kastrieren sie freiwillig ihre Katze, erzählen sie anderen Katzenbesitzern vom Problem des Katzenelends, übernehmen sie, wenn möglich ein Tier aus dem Tierheim oder unterstützen sie die Tierschutzvereine bei Kastrationsaktionen.

Katzen

Katzen sind die beliebtesten Haustiere Deutschlands. Sie sind klug, flink und verstehen schnell, wie etwas funktioniert.

Katzen lieben es, auf Streifzug durch die Nachbarschaft zu gehen und ihren Tagesablauf selber zu gestalten. Eine artgerechte Haltung der Katze bedeutet, dass die Katze Freigang hat und auch ihrem Erkundungstrieb nachgehen kann. Deswegen ist das ideale Zuhause für eine Katze ein Ort mit wenig Verkehr und viel Natur außen herum. Allerdings sollten sie ihre Katze, wenn sie ein Freigänger ist, unbedingt kastrieren lassen. Sind Katzen mit Auslauf nicht kastriert, verstärkt sich das Katzenelend.

Die reine Wohnungshaltung von Katzen ist möglich, stellt aber entsprechend hohe Anforderungen, wie reichlich Platz und viel Beschäftigung. Lebt eine Katze nur in der Wohnung,  kann ihr schnell langweilig werden. Daher sollte eine reine Wohnungskatze nach Möglichkeit einen Artgenossen bekommen, mit dem sie spielen kann. Wenn die Katze in der Wohnung gehalten wird,  ist es außerdem schön, wenn sie Zugang zu einem Balkon erhält. Außerdem freuen sich Wohnungskatzen immer über neue Spielmöglichkeiten und Verstecke.  Generell spielen Katzen gerne mit allem, was sich bewegt, läuft, rollt oder fliegt.

Um die Möbel zu schonen und die Gesundheit der Katze zu gewährleisten,  sollte die Katze eine Möglichkeit haben ihre Krallen zu pflegen. Wichtig ist also ein Kratzbaum in der Wohnung. Eine ausreichende Anzahl an Katzenklos tragen mit dazu bei Unsauberkeit vorzubeugen.

Doch wo kann die passende Katze gefunden werden? Hier raten wir dazu: erst einmal im Tierheim vorbeizuschauen. Die Tierpfleger dort kennen in der Regel „ihre“ Katzen, deren Charakter und wissen, welche Katze perfekt zu ihnen passen könnte. Außerdem wissen sie, was bei der Haltung einer Katze zu beachten ist und stehen auch nach der Adoption mit Rat und Tat zur Seite.

Neben den Anschaffungskosten fallen zusätzlich Kosten für das benötigte Zubehör wie Napf, Katzenklo, Körbchen, Kratzbaum, Spielzeug und eine Katzentür oder ein Balkonnetz an.

Katzenhalter müssen für ihre Tiere keine Steuern bezahlen und keine Versicherung abschließen. Trotzdem belaufen sich die jährlichen Kosten für Futter, Einstreu, Impfungen und Entwurmung auf rund 700 Euro.  

Außerdem können immer, zum Teil sehr hohe, Tierarztkosten anfallen. Wenn es in den Urlaub gehen soll, kommen weitere  Kosten hinzu. Katzen reisen nämlich nicht gerne. Lieber bleiben sie daheim in ihrer gewohnten Umgebung. Die ideale Lösung ist deswegen ein zuverlässiger (!!) Katzensitter. Wenn Nachbarn und Freunde keine Zeit haben die Katze zu versorgen, kann das auch von einem professionellen Katzensitter übernommen werden. Falls das nicht klappen sollte, bleibt als weitere Option noch  die Katze in eine Betreuung zu geben. Viele Tierheime bieten Pensionen an. 

Ja, zur Katze!

Wenn ein Katzen-Welpe zu Hause einziehen soll, muss darauf geachtet werden, dass die Katze nicht zu jung ist. Frühestens ab der zehnten Woche sollte eine Katze von der Mutter getrennt werden, sind sie jünger kann die frühe Trennung zu gesundheitlichen Schwierigkeiten und Verhaltensproblemen führen.  Hat sich die Katze an die neue Umgebung gewöhnt,  ist es wichtig,  Vertrauen zu dem neuen Mitbewohner aufzubauen. Da Katzen sich ihre Streicheleinheiten holen, wenn sie selber dazu Lust haben, ist es wichtig, der Katze Freiraum zu lassen. Am besten ist es, wenn die Katze selber zwischen Gesellschaft des Menschen und Alleinsein wählen kann. 

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